Unschlagbar ehrlich!

Transkript

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00:00:06: Applaus gehört zum Sport.

00:00:08: Er kommt nach dem Wettkampf, nach einem Sieg wenn ein Athlet für seine Leistung gefeiert wird.

00:00:15: Saleh Mohammedi kannte diesen Applaus.

00:00:18: der neunzehnjährige galt international als großes ringer Talent.

00:00:23: vor einem Monat erklang dieser Applaus für ihn ein letztes mal aber nicht in einer Arena sondern auf seiner Beerdigung.

00:00:35: Seine Familie klatscht singt und bewegt sich zur Musik.

00:00:39: Nicht aus Freude, sondern weil sie ihm etwas geben will was ihm genommen wurde.

00:00:46: Würde.

00:00:47: Es ist ein symbolischer Akt kollektiver Trauer und Verbundenheit aber auch stiller Protest gegen einen Regime das den jungen Iraner am neunzehnten März zwiertausendundsechsundzwanzig acht Tage nach seinem neunzenten Geburtstag hängen ließ.

00:01:04: Mohammedi wurde vorgeworfen, während der Jenner Proteste zwei Polizisten getötet und damit Krieg gegen Gott geführt zu haben.

00:01:12: Ein Urteil das laut Menschenrechtsorganisationen auf durchfoltererzogenen Geständnissen passierte.

00:01:19: Einen fairen Prozess gab es laut ihnen nicht.

00:01:23: Seine Geschichte ändert hier.

00:01:26: Zwei seiner Landsleute ebenfalls Leistungssportler leben heute im Exil in Österreich.

00:01:32: Saman Sultani

00:01:51: Growing up in Iran shaped a very big part of who I am today.

00:01:58: Ich war immer energetisch, wollte Sport alles in meinem Leben machen.

00:02:03: Auch als ich ein Kind war, liebte ich immer auf die Olympie zu gehen.

00:02:06: Ich habe hier eine Olympie geboren und habe meine erste Olympie gesehen, als ich vier Jahre alt

00:02:11: war.

00:02:11: Und ich

00:02:12: lieb immer auf den Olympien

00:02:14: zu

00:02:14: gehen.".

00:02:15: Soltani verliebt sich früh in den Wassersport – Schwimmen, Kunstschwimmen.

00:02:21: Für sie ist das Wasser ein Gegenraum, einer in dem der Körper nicht zuerst als Problem erscheint sondern als Möglichkeit.

00:02:49: Dieser Traum heißt Olympia Und gleichzeitig ist er von Anfang an begrenzt.

00:02:54: Nicht durch fehlendes Talent, sondern durch das Land in dem sie lebt – wo es Müttern verboten ist ihre Söhne beim Sport anzufeuern und Väter die Erfolge ihrer Töchter nur hinter verschlossenen Türen bejubeln dürfen.

00:03:09: Weil der Sport im Iran nicht nur Leistung regelt, sondern auch Nähe.

00:03:14: wer sehen darf, wer sich zeigen darf, Wer überhaupt vorkommt!

00:03:21: Bei Mobin Karase ist es der Ring.

00:03:24: Auch er wässt mit Sport auf, mit Disziplin, mit Respekt und mit Härte – aber auch mit Gemeinschaft!

00:04:00: Bei beiden beginnt Sport als etwas Motivierendes.

00:04:03: Nicht politisch, nicht strategisch sondern kindlich klar – ich will besser werden!

00:04:08: Ich will dort hin wo die besten sind und genau da beginnt im Iran das Problem.

00:04:16: Der iranische Sport ist kein freier Raum.

00:04:19: er ist ein kontrollierter Raum Besonders für Frauen, aber nicht nur für sie.

00:04:38: Anders heißt eingeschränkt und überwacht.

00:04:41: Es ist ein sehr kontrollierter Environmentalist.

00:04:44: Zum Beispiel, als ich in den Swimmingpool war, mussten wir unser Telefon vor der Tür auf die Sicherung geben und es nicht mehr ins Wasser zu nehmen.

00:05:10: Und das Grund war, dass sie niemanden einen Video oder irgendetwas rauskamen wollen.

00:05:16: Die Runde, was wir hatten, war, die Musik sollte nur Musik sein, wie wenn keiner singt.

00:05:25: Sport, der misstrauisch überwacht wird und Training in dem nicht nur die Leistung kontrolliert wird sondern auch die Sichtbarkeit.

00:05:32: In Iran, in Swimming und Artistisch-Swimming gab es keine Zukunft für mich.

00:05:36: Denn jedes Jahr war ich National Champion und wieder nächstes Jahr National Champion, Champion of Champion.

00:05:42: Und dann war das Ende für mich, weil die Frauen nicht allowed sind zu raceen international wegen des Heads.

00:05:49: Und der Level der Races ist nur national, denn du kannst nicht international raceen und da gibt's keine Motivation, um besser und besser zu bekommen, weil du willst die beste Version.

00:06:07: Sogar Videos von Weltklasse-Wettkämpfen kommen nur über Umwege ins Land.

00:06:32: Auch Männer werden kontrolliert.

00:06:34: Gehorsam und permanente Überwachung begleitet das Leben von Mobin Karase.

00:06:59: Ein

00:07:04: ganzes Jahr Training für diesen einen Wettkampf.

00:07:07: Gewicht machen!

00:07:08: Verzicht, Isolation und am Ende entscheidet nicht die eigene Leistung sondern die Staatslinie.

00:07:15: Wie in seinem Fall – als Iraner durfte Karase nicht gegen einen israelischen Kämpfer antreten.

00:07:21: bei einem Turnier in Ungarn hätte er trotz dieses Verbots kämpfen wollen im Bewusstsein der Konsequenzen eine Entscheidung, die für ihn zum Wendepunkt in seinem Leben wird.

00:07:32: Wenn ich im Turnier mit Israel wollte kämpfen, glaubte wenn ich zurück nach hier rum was passiert werden will.

00:07:46: Bei Salman Sultanik kam der Bruch mit dem Iran nach einem Trainingscamp in Spanien.

00:07:59: I didn't leave Iran.I couldn´t go back because when i participated in the artistic swimming camp in Barcelona, I posted on my Instagram and my picture with Bikinis & Training.

00:08:11: was a social media and it was like huge topic And It wasn't safe for me to go back anymore to my country and really had hard time.

00:08:24: Ich

00:08:26: wusste, das kann ich wieder zurückgehen.

00:08:28: Das war mir zu zweit geworden.

00:08:30: Rote Schock von mir!

00:08:32: Von mich ein neues Leben.

00:08:34: Neue Sprache, neue Freunde, neue Heimat und neue Milch.

00:08:39: Karase findet in Wien Zuflucht im Boxklub Bounce.

00:08:44: Danach Sparling.

00:08:44: Daniel Nader hat gesagt, kommt unser Klub?

00:08:48: Bounce hat mir viel geholfen.

00:08:49: Wohnung, alles...

00:08:51: vermisst du es irgendwie Iran?

00:08:54: Jeden Sekunden

00:08:57: Saman Sultani und Mobin Karase zeigen, wie autoritäre Systeme Sport benutzen.

00:09:04: Shura Zehetna Hashemi kennt das Gefühl der Entwurzelung – und will Menschen wie ihnen helfen!

00:09:10: Sie wurde in two hundred eighty-two im Iran geboren.

00:09:14: Ihre Eltern waren im Widerstand gegen das Mullah Regime.

00:09:17: Die Familie lebte zunächst im Untergrund.

00:09:20: Die damals fünfjährige konnte mit ihrer Familie aus dem Iran flüchten.

00:09:25: Seit August des Jahrzehntes leitet sie Emnesty International Österreich.

00:09:29: Sie erklärt, warum Sportlerinnen und Sportler oft eine Bedrohung für das Regime darstellen.

00:09:35: Also ich glaube, der Iran stuft diese Sportler und Sportlerinnen nicht unbedingt als gefährlich ein im Sinn von für das Regime gefährlich.

00:09:43: Sondern es sind Menschen die populär sind, die auch gerade für die Jugend im Iran interessant sind – und es ist Menschen, deren Tod leider ein gewisses Abschreckungsszenario für dieses Regime ist.

00:09:55: Im Fall von Saleh Mohammedi wird dieses Abschreckungs-Szenario sichtbar!

00:10:00: Wir glauben, dass an ihm ein Exempel statuiert werden sollte.

00:10:03: Weil er einfach eine sehr bekannte Persönlichkeit war im Iran, weil er auch aufgrund seines Jugendlichen Alters gerade für diese junge, sehr progressive Generationen im Iran vielleicht auch ein bisschen eine Vorbildwirkung hatte und man wollte damit sicher auch andere

00:10:19: abschrecken.".

00:10:20: Was heißt das für jene die von außen helfen wollen?

00:10:28: Wenn jemand hingerichtet werden soll, dann bekommt die Person meistens achtundvierzig Stunden noch Zeit um sich von der Familie zu verabschieden.

00:10:34: Und das ist auch der Moment wo wir versuchen mit so einer Spezialkampagne – das nennt sich bei uns Urgent Action also quasi dringliche Handlung – da versuchen wir einzugreifen und wirklich auch mit Unterschriften, mit E-Mails

00:10:48: usw.,

00:10:48: die Behörden umzustimmen.

00:10:50: Bei den verifizierten Zahlen, bei den Zahlen die auch das Regime uns bestätigt, gelingt es uns vielleicht bei zwanzig Prozent erfolgreich zu sein.

00:10:57: Das Problem ist aber die Dunkelziffer, die ja viel höher ist – also es finden ja auch Hinrichtungen statt, die wir erst danach mitbekommen, wenn die Person dann schon tot ist.

00:11:05: Im September im Jahr zweitausendundfünfundzwanzig sprach Amnesty International von mehr als eintausend dokumentierten Hinrichtung in Iran seit Jahresbeginn der höchsten Zahl, die die Organisation dort seit mindestens fünfzehn Jahren registriert hatte.

00:11:20: Aus meiner bisherigen Erfahrung bei Amnesty würde ich sagen dass der Lärm eher hilft.

00:11:25: es gibt aber sicher Einzelfälle wo die Aufmerksamkeit die große dazu geführt hat das das Regime gesagt hat jetzt erst recht.

00:11:32: also Ich würde sagen ist Gebäudes Aber in der Mehrheit der Fälle hilft es.

00:11:37: Wie gefährlich ist eigentlich die Arbeit?

00:11:39: Bei Amnasty International?

00:11:41: Wirklich gefährlich ist es für die Leute im Iran, die uns zum Beispiel Informationen zukommen lassen.

00:11:46: Die gehen natürlich ein großes Risiko ein aber die machen das auch tatsächlich weil sie wollen dass sich was ändert.

00:11:52: Auch Mubin Karase trifft der aktuelle Fall Salih Mohammadi schwer.

00:11:57: Was soll ich sagen?

00:11:58: Das ist so schwer!

00:11:59: Ich glaube wie mein Bruder, nur in zehn Jahren Spolder kann ich weiß erleben einfach, dass die kann.

00:12:06: was soll sagen?

00:12:08: Schwer von mich.

00:12:11: Hast du mal darüber nachgedacht, dass dir das auch passieren hätte können?

00:12:14: Natürlich.

00:12:22: Wenn wir

00:12:30: um nationale Identität reden, dann ist Sport natürlich predestiniert.

00:12:34: Denn der moderne Sport ist ganz stark entlang nationaler Identitäten gebaut.

00:12:39: Das Zweite ist es im Sport symbolisch ganz stark und ganz deutlich ausgedrückt werden kann das was man normalerweise als Wir-Gefühl bezeichnet.

00:12:48: D.h.

00:12:48: im Sport werden große Emotionen bewegt und damit wird es möglich für große Gruppen so etwas wie Koalition zu erzeugen.

00:12:57: Das heißt, sie geht zum Stolz, sie gibt es um Anerkennung, eine Präsentation, stärken Außentaustellungen und Länder die halt so sanktioniert sind und international teilweise geächtet sind.

00:13:11: Für die hat das natürlich nur umso größere Bedeutung weil Sie damit so was wie Normalität noch innen oder außen suggerieren können.

00:13:20: Dort hat der Sport hier als Softpower eine ganz wichtige Funktion für solche Länder.

00:13:27: Ein Sportler haben einen immensen Einfluss, das hängt damit zusammen, dass sie viel Aufmerksamkeit auf sich generieren und mit einer ganz grauen Popularität genießen, viel mehr als Politiker.

00:13:38: und damit eine ganze große Menge oder Masse an Menschen hinter sich vereinen können.

00:13:43: Und deren Meinung ist natürlich bedeutend, und insofern sind sie für politische Regime auch wichtig!

00:13:49: Das heißt jetzt gibt es zwei Möglichkeiten entweder man sagt diese Personen ein und zieht sie auf ihre Seite so dass sie pro Regime agieren oder sie sind dagegen.

00:13:59: dann sind sie natürlich gefährlich.

00:14:00: Was für eine Rolle hat das Social Media vor allem auch, weil jetzt jeder so vernetzt ist?

00:14:04: Social Media ist ein immenses Tool und auch schnell und schwer zu kontrollieren.

00:14:10: Also man lebt eben das ganze Internet lange.

00:14:13: So wird aus Saman Sultanis Social Media Post plötzlich Politikum – und aus einem neunzehnjährigen Ringer ein warnendes Example!

00:14:22: Möhner erinnert zugleich daran dass die Instrumentalisierung von Sport durch Regime eine lange Geschichte hat.

00:14:29: Im Nationalsozialismus wurden jüdische Sportlerinnen und Sportler, Trainerinnen und Trainer und Funktionärinnen und Funktionäre verfolgt und ermordet.

00:14:38: In der DDR nutzten Athletinnen und Athleten ihre privilegierte Reisefreiheit um zu fliehen.

00:14:44: Sport war auch dort nie unpolitisch sondern immer schon ein Feld von Macht, Zugehörigkeit gehorsam und Abweichung.

00:14:53: Aber ist das was im Iran passiert historisch vergleichbar?

00:14:57: Hier aus meiner Sicht Also systematische Hinrichtungen wüsste ich nicht.

00:15:02: Im Nationalsozialismus am ersten aber da ist es weniger darum gegangen, dass prominente Sportler hingerichtet worden sind weil sie politisch zu gefährlich gewesen sind.

00:15:12: das waren halt meist jüdische Sportler und Sportlerinnen die hier aufgrund ihres jüdisches Seins verfolgt worden sind und auch physisch vernichtet worden sind.

00:15:21: Und was bedeutet es für die Zukunft eines Landes wenn es seine erfolgreichsten Talente nicht schützt?

00:15:27: sondern hinrichtet.

00:15:29: Das ist sicher fürchterlich, wenn es neue Talente nachkommt, aber das wird Jahre dauern und wichtig wird hier auch diese Bewältigungsstrategie sein, dass man deren Schicksal gedenkt und wirklich erzählt als Beispiel um gegen weitere totalitären diktatorische Strömungen hier ankämpfen zu können.

00:15:49: Es ist einfach gute Bewältigung.

00:15:51: zum Vergangenheitsarbeit

00:15:53: Iran verliert nicht bloß Medaillenschonsten Vorbilder, Aushängeschilde und ihre sportliche Zukunft.

00:16:02: Und die großen Sportorganisationen?

00:16:05: Welche Verantwortung haben

00:16:06: sie?".

00:16:07: Das IOC schreibt in seiner Charter vom Zugang zum Sport ohne Diskriminierung von Menschenrechten im Zuständigkeitsbereich der olympischen Bewegung und zugleich von politischer Neutralität.

00:16:20: Die FIFA hat in Statuten-und Menschenrechtspolitik festgehalten international anerkannte Menschenrechte zu respektieren und deren Schutz zu fördern.

00:16:30: Genau in diesem Spannungsfeld zwischen Werten- und Vorsicht bewegen sich diese

00:16:34: Verbände.".

00:16:46: und wäre viel, viel größer.

00:16:54: Sie könnten mehr machen, mehr Aufmerksamkeit auf der Schicksal dieser Personen, dieser politischen Gefangenein, auch der Hingerichteten, deren Familien lenken – das tun sie aber zum Teil nicht.

00:17:07: Sport kann nie unpolitisch sein!

00:17:08: Sport ist immer in irgendeiner Form politisch.

00:17:11: Und das Wegschauen ist natürlich auch schon ein politischer

00:17:13: Akt.".

00:17:17: Ja, ich finde das große Sportverbände vor allem wenn es um Einzelpersonen geht.

00:17:23: Also da geht's ja dann nicht um irgendeine große politische Aussage die man machen muss sondern da gehts um das Leben eines Menschen.

00:17:29: Da fände ich es wünschenswert wenn die Sportverbinde da laut sind unsere Kampagnen vielleicht sogar mittragen und sich einsetzen und ihr immenses Gewicht nutzen.

00:17:39: Ich würde mir auch wünschen dass man sich dann nicht hinter einer Neutralität versteckt weil wenn's um das leben eines einzelne Menschen geht finde ich jetzt wenig mit politischer Neutralität zu tun.

00:17:49: Das ist vielleicht der entscheidende Punkt, es geht nicht immer um geopolitische Stellungnahmen – Nicht immer um Sanktionen gegen ganze Staaten.

00:17:58: Es beginnt bereits beim Hinschauen Beim Erwähnen der Namen und dem Erzählen ihrer Geschichten.

00:18:08: Ich habe viele, viele Träume.

00:18:10: Ich möchte auf meinem höchsten Level performieren und Olympischen Podium erreichen.

00:18:15: Und die Olympic Medaille war immer eines meiner größten Träumen.

00:18:19: Aber auch beim gleichen Zeitpunkt will ich meine Voice nutzen, um andere Menschen zu inspirieren.

00:18:26: Ich will Leute sehen, dass es egal wo du startest, dein Pass nicht für deine Zukunft definiert wird.

00:18:33: Ich hoffe, dass Sport zusammen mit den Menschen ein Bruder zu sein, um die nächsten Generationen und Menschen zu verbinden.

00:18:46: Ich denke, Sport hat die Kraft für die United

00:18:50: Hearts.

00:18:50: Unsere Kultur ist alles über Liebe, Poetry, Respekt, Humanität, Peace und Freude.

00:18:58: Und ich wünsche, dass alle iranischen Menschen ihre Peace finden.

00:19:02: Die Worte sollten nicht die Iranien vergessen.

00:19:06: Sie sind Mensch und alle müssen in Freude leben – und Peace!

00:19:11: Die Worde sollte nicht vergessen, wie brav sie sind und wie brauviel sie für den Frieden

00:19:18: kämpfen.

00:19:19: Auch Moven Karase denkt an die Zukunft mit dem Ehrgeiz eines Leistungssportlers und dem Blick eines Mannes der weiß was?

00:19:27: Freiheit wert ist.

00:19:29: Sie liest zuerst Europamessenschaft werden, wenn Gott will, danach arme Menschen helfen.

00:19:37: Wir müssen mit Freiheit von meinem Land loten und meinen Freunde gesund bleiben.

00:19:43: Das ist wieder mein Freund am Rasen.

00:19:45: Wenn Molla weg, dann wird es guter!

00:19:47: Ich glaube, gerade beim Iran und das habe ich in den letzten Jahren erlebt war schon ganz wichtig dass diese Aufmerksamkeit gekommen ist.

00:19:53: Dass die da waren, dass Leute angefangen haben sich für dieses Land auch zu interessieren.

00:19:58: Wenn man weiter hinschaut wenn man weiter auch versucht im Geschichten wie die von Saleh Mohammedi so zu traurig sie sind nach außen zu tragen dann ist es auf jeden Fall eine Hilfe und etwas das glaube ich daran nagt dass dieses System Schritt für Schritt irgendwann zerfällt.

00:20:13: Es ist für mich teilweise unfassbar, dass sich so ein System wie das Emeran seit so vielen Jahren hält.

00:20:20: Das sind jetzt siebenundvierzig Jahre, dass diese Diktatur an der Macht ist und dass Menschen hingerichtet werden und aus politischen Gründen inhaftiert werden.

00:20:28: Und es unglaublich für mich, dass das immer noch so ist und dass es auch obwohl es so viel Widerstand gibt im Inneren und im Äußeren.

00:20:35: Dass es nicht gelungen ist, das bisher zu ändern.

00:20:39: aber ich habe auf jeden Fall die Hoffnung, dass sich in meinen Lebzeiten... Ich bin jetzt Anfang vierzig, aber dass sich meine Lebzeite im Iran noch was ändert.

00:20:46: Es geht um Demokratie und es geht um Toleranz, geht um Meinungsfreiheit.

00:20:51: Das sind richtig schwierige Themen Respekt!

00:20:55: Das Wort ist ganz einfach klingt, aber die Folgen nicht vom Himmel.

00:20:59: Es geht ums Hinschauen auf diese Einzelbiografien und deren Schicksale zu diskutieren in den Medien das zum Thema zu machen.

00:21:09: Und wirklich nicht zu ignorieren.

00:21:11: Ignoriert ist es sehr stark geworden bis jetzt und ich glaube das braucht mehr Öffentlichkeit.

00:21:16: Hinschaun, Druckmachen, die Namen nennen – und nicht vergessen was im Iran passiert!

00:21:22: Denn Menschen verschwinden nicht erst dann wenn sie sterben sondern wenn niemand mehr von ihnen spricht.